18.09.2018

Rückblick: Das war der Businessplan Check Day

Der Businessplan als Gedankensortierer und Wegweiser: Erfolgreicher Businessplan Check Day von Gründergeist@Münsterland

„Wir wollen den Gründern zeigen, dass der Businessplan dabei hilft, den Gründungsprozess zu strukturieren – und dass es in der Region viele Ansprechpartner gibt, die dabei unterstützend zur Seite stehen“, erklärte Monika Leiking, Projektleiterin von Gründergeist@Münsterland beim Münsterland e.V., in ihrer Begrüßung. Der Businessplan Check Day ist deshalb auch nur ein Baustein, mit dem das regionale Verbundprojekt insgesamt die Gründungen in der Region steigern und insbesondere das Image des Businessplans verbessern möchte. Dazu trägt auch der Businessplan Wettbewerb von Gründergeist@Münsterland für Gründer aus dem Münsterland bei. Bewerbungen sind noch bis zum 15. Oktober möglich.

Und weil man am besten von den Erfahrungen anderer lernt, standen beim Businessplan Check Day am Samstag zunächst einmal die im Fokus, die es schon geschafft haben: Philipp Büning mit seiner Metzgerei „Der vom Rinde versteht“ und Andrea Rüter von RÜTER Personalmanagement und Entwicklung. Ihre Tipps an die Teilnehmer: Der Weg ist das Ziel. „Ich hatte vor meiner Gründung so viele Gedanken und Ideen im Kopf, aber auch im Bauch“, erinnerte sich Andrea Rüter. „Um den Businessplan schreiben zu können, musste ich mich damit intensiv auseinander setzen und habe es dadurch geschafft, meine Gedanken zu klären und das zu finden, was ich wirklich machen wollte.“ Philipp Büning nimmt den Businessplan auch sieben Jahre nach seiner Gründung noch als Basis für die weitere Planung. „Er ist mein Soll-Ist-Vergleich“, erklärt er. „Was habe ich geplant? Habe ich das umgesetzt was ich wollte? Wie will ich weiter machen? All diese Fragen beantwortet mir der Businessplan.“

Welche Notwendigkeit ein gut ausgearbeiteter Businessplan hat, wenn es um das Thema Geld geht, erläuterten Bettina Paas und Hendrik Maatz von der NRW.BANK, die den Businessplan Wettbewerb auch finanziell unterstützt. „Wenn Finanziers über die Bewilligung eines Kredits entscheiden, müssen sie wissen: Warum hat die Welt gerade auf diese Idee gewartet? Das muss der Businessplan erklären – und zwar verständlich, gut lesbar und mit nachvollziehbaren und erfolgversprechenden Zahlen“, erklärte Paas.

So viel neues Wissen konnten die Teilnehmer dann in den 25-minütigen Einzelgesprächen mit Gründungsberatern der Wirtschaftsförderungen der Münsterland-Kreise und der Stadt Münster, der Technologieförderung Münster, der TAFH Münster, IHK Nord Westfalen, HWK Münster und NRW.BANK direkt in ihren eigenen Businessplan einfließen lassen. Zudem lernten die Teilnehmer in einem Workshop mit Rhetorik-Trainerin Dr. Elisa Franz wie man Gesprächspartnern trotz begrenzter Zeit im Gedächtnis bleibt. Dr. Sebastian Köffer vom Digital Hub münsterLAND gab den Gründern Tipps für ihre Unternehmenswebsite.